THERAPEUTEN

Als Therapeut an der Studie teilnehmen

Gusen Fertelmann jerting klamm gerangen. In Tellopersch verbasen. Instropen kunnen.

Foto: Franziska Joseph

Teilnahme an der neuen Versorgungsform

Wenn Sie als Rehabilitationszentrum, Tagesklinik oder stationäre geriatrische Einrichtung Interesse haben als Partner an der neuen Versorgungsform teilzunehmen, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Wenn Sie Fragen zum Projekt PRÄP-GO haben, können Sie uns jederzeit per E-Mail unter projekt-praep-go@charite.de erreichen.

Studienleitung: Univ.-Prof. Dr. Claudia Spies
Koordination: Dr. Katrin Schmidt
Tel.: +49(30) 450 631 245
projekt-praep-go@charite.de

Gebrechlichkeit

Gebrechlichkeit (engl. Frailty) wird als Syndrom mit Einschränkungen im körperlichen, kognitiven und psychosozialen Bereich verstanden. [3] Es handelt es sich um ein klinisches Bild verschiedener Einschränkungen physiologischer Reserven, die im Fall von Stress, z.B. einer Operation, zu ernsten Konsequenzen führen kann. Kurz nach einer Operation und auch langfristig beobachtet man bei Menschen mit Gebrechlichkeit vermehrt postoperatives Delir [4], Infektionen, Herzinsuffizienz, Immobilität und Pflegebedürftigkeit [5] sowie langfristige kognitive Störungen [6].

Foto: Manuel Tennert
Foto: Werner Popp

Die Häufigkeit des Gebrechlichkeitssyndroms wird mit 4-27.3% der Bevölkerung ≥ 65 Jahren angegeben [7], im perioperativen Setting sogar bis zu 50%. [8] Es handelt es sich also um eine große Patientengruppe, der man in Zukunft adäquate Präventionsmaßnahmen und wirksame Therapien anbieten möchte.

Das Projekt PRÄP-GO setzt an dieser Stelle an und bietet älteren Patienten mit Hinweisen auf eine vorliegende Gebrechlichkeit eine so genannte „Prähabilitation“ an.

Prähabilitation

Prähabilitation ist ein Ansatz zur Vorbereitung von älteren Patienten auf eine Operation. Funktionelle Reserven sollen verbessert und so präoperative Risikofaktoren reduziert werden. Weniger Komplikationen, verbesserte Rehabilitation und Erholung sowie langfristig erhaltene Lebensqualität sind die Ziele einer Prähabilitation. Eine Einsparung von Kosten ist ebenfalls zu erwarten.

Inhaltlich hat die Prähabilitation viele Gemeinsamkeiten mit der Rehabilitation. Dabei ist die Durchführung der Prähabilitation aufgrund der komplexen medizinischen Situation von gebrechlichen Patienten immer multiprofessionell zu sehen. Den Therapieberufen kommt dabei eine Schlüsselposition zu.

Foto: Manuel Tennert
Abbildung 1: Entwicklung des funktionellen Status bei älteren Menschen; Quelle: Hulzebos & Meeteren (2016)
Typische Elemente der Prähabilitation sind:
  • Trainingstherapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Ernährungstherapie
  • Logopädie
  • Psychotherapie
  • Sozialberatung
  • Medizinischen Therapie

Die Prähabilitation kann im stationären, teilstationären oder ambulanten Rahmen stattfinden. Hierfür werden in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess Therapieziele festgelegt, die auf die individuellen Problembereiche des*der Patient*in abgestimmt sind und jeweils mit einer für den*die Patient*in relevanten Alltagstätigkeit verknüpft sind.

Die 3-wöchige Prähabilitation besteht aus 15 Therapietagen mit 2 Behandlungseinheiten pro Tag auf Basis der definierten Therapieziele. Die Einheiten werden durch entsprechend qualifizierte Berufsgruppen durchgeführt, zusätzlich sollen die Patient*innen auch selbstständig üben.